Frühere Gemeinde | Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Göttingen | Patrozinium: Petrus1 | KO: Calenberger KO von 1569
Orts- und Kirchengeschichte
In seiner um 967 bis 973 niedergeschriebenen Sächsischen Geschichte (Rerum gestarum Saxonicarum) erwähnt Widukind von Corvey zum Jahr 915 die urbis quae dicitur Grona (Burg, die Grone genannt wird).2 Urkundlich ist der Ort erstmals 929 als Gronaa belegt als der ostfränkische Kg. Heinrich I († 936) seiner Ehefrau Mathilde († 968) Grone und andere Güter als Wittum übertrug.3 Der Name Grone bezeichnete gleichermaßen den älteren Wohnplatz (Altgrone; im 10./11. Jh. Teil des Leinegaus4), die nordöstlich wohl nicht lange vor 900 auf dem Hagenberg errichtete Burg (um 929 zur Königspfalz ausgebaut) sowie die später wüstgefallene Siedlung bei der Burg (Burggrone); zur Pfalz gehörte ein Wirtschaftshof in Altgrone.5 Heinrich II. (1002 ostfränkischer Kg. 1014 Ks.) hielt sich häufig in der Pfalz Grone auf und starb hier im Jahr 1024. Die Pfalz soll 1180 zerstört worden sein; eine an gleicher Stelle vielleicht um 1200 erbaute Burganlage der Herren von Grone ließ die Stadt Göttingen zwischen 1323 und 1329 abbrechen. 1371/72 erwarb die Stadt das Dorf Burggrone (Ende des 14. Jh. wüst). Auch (Alt-)Grone stand, ebenso wie die übrigen Leinedörfer Ellershausen, Holtensen und Rosdorf, im 14. Jh. und 15. Jh. weitgehend unter städtischer Herrschaft.6 Ab 1582 lag die Gerichtshoheit schließlich beim welfischen Landesherrn (Gericht Leineberg).7 Seit der Dreiteilung des welfischen Teilfsm. Braunschweig-Wolfenbüttel um 1291 hatte Grone zum neuen Teilfsm. Göttingen gehört.8 Nachdem die Göttinger Linie der Welfen mit Hzg. Otto Cocles († 1463) in männlicher Linie ausgestorben war, wurde das Territorium 1495 bzw. 1512 Teil des Fsm. Calenberg-Göttingen („Kernlande Hannover“, 1692: Kfsm. Braunschweig-Lüneburg bzw. Kurhannover). Die landesherrlichen Rechte in Grone nahm zunächst der Amtmann in Münden wahr, 1743 kamen sie zum Gericht Leineberg, das sich zu einem „üblichen Gerichts- und Amtsbezirk“ entwickelt hatte.9 In französischer Zeit war Grone von 1807 bis 1813/14 zum Kgr. Westphalen Hauptort des gleichnamigen Kantons im Distrikt Göttingen des Leine-Departements. Danach kam das Dorf, nun im Kgr. Hannover, wieder zum Gericht Leineberg, das 1831 in Amt Göttingen umbenannt wurde. Mit der Annexion des Kgr. Hannover fiel Grone 1866 an das Kgr. Preußen. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam der Ort zum Lkr. Göttingen (neugebildet 1973 und 2016). 1964 wurde Grone nach Göttingen eingemeindet. Zur Sozialstruktur des Ortes schrieb der Ortspastor 1960: „Die soziale Gliederung reicht vom Arbeiter bis zum Akademiker. Am stärksten jedoch ist der Arbeiter und sog[enannte] kleine Angestellte vertreten. Die nur 22 bäuerlichen Betrieb haben für den Ort keine prägende und bestimmende Bedeutung.“10 Um 1810 lebten gut 710 Menschen in Grone, 1905 rund 2.175, 1950 etwa 4.005 und 2023 gut 11.840.
Bei archäologischen Untersuchungen konnten in Grone 1969 mehrere Vorgängerbauten der heutigen St. Petri-Kirche nachgewiesen werden. Das älteste Kirchengebäude – ein rechteckiger Saalbau – entstand vermutlich bereits um 800. Vermutlich im 10. Jh. folget der Bau einer Saalkirche mit eingezogener Apsis, die wahrscheinlich noch vor Mitte des 11. Jh. zu einer dreischiffigen Kirche ausgebaut wurde. Die Pfalz Grone besaß eine eigene Kapelle, die wohl St. Walburga gewidmet war; in Burggrone stand eine St. Johannis-Kirche.11 Thietmar von Merseburg († 1018) erwähnt in seiner Chronik zudem eine aecclesia Alexandri, außerhalb der Burg neben dem Wald.12 Der gleichen Passage ist zu entnehmen, dass Heinrich II. die Burgkapelle hatte erneuern lassen. Kg. Konrad III. († 1152) schenkte die Pfalzkapelle 1146 dem Kloster Fredelsloh.13 Das Patronatsrecht über die Kirche in Aldengrone war 1248 im Besitz der Brüder von Burgdorf; sie verkauften es in diesem Jahr an das Kloster Helmarshausen.14
Namen von Geistlichen sind erstmals aus der Mitte des 13. Jh. überliefert. Eine undatierte Urkunde aus dem Jahr 1245 nennt Conradus, Heinricus plebani in Grona, eine Urkunde von 1256 differenziert zwischen Altgrone und in Burggrone: dominus Henricus plebanus in Veteri Grone […] dominus Herbordus plebanus de Borchgrone.15 Dominius Henricus ist auch 1268 noch in Altgrone belegt.16 Für Burggrone sind zudem die Plebane Dethardus (1280) und Plotone (1308) urkundlich belegt.17 Zwischen 1323 und 1329 zerstörte die Stadt Göttingen zusammen mit der Burg Grone auch die Kapelle und wurde u. a. deswegen gebannt. Die Stadt errichtete eine neue Kapelle und Ebf. Heinrich III. von Mainz (amt. 1328–1346/53) hob den Kirchenbann 1339 auf.18 Auch die neue Kapelle stand unter dem Patronat des Klosters Fredelsloh; sie existierte bis 1550.19 Das Patronat über die parrekerken to Borchgrone schenkte Dietrich von Grone im Jahr 1332 der Deutschordenskommende an St. Marien in Göttingen.20 Kirche und Dorf Burggrone, das seit 1371/72 im Besitz der Stadt Göttingen war, zerstörte der welfische Hzg. Otto der Quade († 1394) im Jahr 1387 in einer Fehde mit der Stadt.21 Das Gotteshaus wurde nicht wieder aufgebaut und Papst Martin V. (amt. 1417–1431) erlaubte der Stadt Göttingen 1422 die Einkünfte aus den für den baulichen Unterhalt der völlig zerstörten Pfarrkirche St. Johannis des Täufers in Burggrone für fromme Zwecke zu verwenden.22
Aus der Kirche in Altgrone hatte Hzg. Otto in der Fehde von 1387 „eine borch und borchfrede mit watergrafen und stakitden“ machen lassen, wie der Göttinger Chronist Franciscus Lubecus (1533–1595) berichtet; der Rat nahm die Befestigung jedoch schnell ein.23 Im 15. Jh. ist an der St. Petri-Kirche in Grone zwischen 1437 und 1468 Johannes Uslar als Pleban belegt; er war Mitglied im Georgskaland und im Nikolai-Kaland.24 1479 hatte Bertold von Waake († 1483) das Pfarramt inne.25 Vor dem 12. Mai 1517 starb P. Johann Greve und auf die Pfarrpfründe in Grone folgte ihm P. Friedrich Duntemann.26
Der letzte altgläubige Geistliche an der Pfarrkirche in Grone war P. Johann Bruns, der das Pfarramt um oder nach 1521 übernahm.27 Im Jahr 1529 soll er sich der Reformation angeschlossen haben. In einem um 1600 angefertigten Auszug aus einem Helmoltischen Familien- und Lehnbuch (die Familie von Helmolt hatte in der ersten Hälfte des 16. Jh. das Patronat über St. Petri Grone erworben28) heißt es, P. Bruns habe „auf der Cantzell offentlich Revociret, undt alsbaldt darauf eine Herliche Evangelische Lutterische Predigte gethan, das auch nachgehentts fein Zulauff aus der Stadt (ohnerachtet das der Rath solches bey Leib und Lebenstraffe verbotten) so groß gewesen, das die Kirche sampt dem Kirchoeffe voll gewesen“.29 In Grone fanden luth. Gottesdienste also schon etwas früher statt als in Göttingen; im Sommer 1529 stellte P. Bruns auf Druck des Rates und des Herzogs „seine Predigttätigkeit für eine gewisse Zeit ein“.30 Nachdem im Herbst auch die Stadt zur neuen Lehre gewechselt war, arbeitete P. Bruns am Entwurf der Göttinger Kirchenordnung mit. Ab 1530 war Syndikus der Stadt Göttingen und 1533 sowie 1537 bis 1542 Ratsherr. 1532 hatte er Katharina Förster geheiratet, die Schwester des lüneburgischen Kanzlers Johann. 1543 ging er nach Hildesheim, er starb 1547.
Im Fsm. Calenberg-Göttingen insgesamt hatte Hzgn. Elisabeth († 1558) die luth. Lehre erst 1542 eingeführt (Kirchenordnung von Antonius Corvinus, Visitation).31 Im Jahr 1545 übernahm Elisabeths nunmehr volljähriger Sohn als Hzg. Erich II. die Regierungsgeschäfte und wechselte 1547 zum kath. Glauben. Die Calenbergischen Stände widersetzten sich jedoch seinen Rekatholisierungsbestrebungen und konnten 1553/55 die Beibehaltung der luth. Lehre in den Kirchspielen des Fürstentums sicherstellen. Nach dem Tod Erichs II. fiel das Fsm. Calenberg-Göttingen 1584 an Braunschweig-Wolfenbüttel und Hzg. Julius († 1589) führte seine 1569 aufgestellte ev. KO auch hier ein.32 1588 ließ er die Gemeinden visitieren.
Das Patronat über die Groner Kirche war auch in nachref. Zeit bei der Familie von Helmolt geblieben. Da „die Priester Elig worden und ihr Hauswesen ergrößert“ stifteten Heinrich Helmolt und seine Frau Margaretha Schrendeisen zwei Hufen Land für die Pfarre Grone, behielten sich jedoch eine jährliche Abgabe vor.33 Mit Unterstützung des hessischen Lgf. Philipp I. († 1567) konnten P. Friedrich Nordeck (amt. 1541, 1543) und die Familie Helmolt Bemühungen der Stadt Göttingen abwehren, in die Patronatsrechte einzugreifen.34 In den Visitationsprotokollen von 1542/43 und 1588 ist Grone nicht erwähnt. In den Protokollen zur Generalvisitation 1646 heißt es zur Gemeinde Grone knapp: „Sind im Katechismus leidlich bestanden“.35 Vom 18. bis zum 20. Jah stammten insgesamt vier Pastoren der Groner St. Petri-Kirche aus der Patronatsfamilie: P. Johann Heinrich Ludwig von Helmolt (amt. 1723–1731), P. Karl Philipp August Ludwig von Helmolt (amt. 1835–1876), P. Ludwig von Helmolt (amt. 1877–1901) sowie P. Adolf Heinrich Ferdinand Hans von Helmolt (amt. 1924–1927).
Mitte des 18. Jh. beantragten der Justus Christian Iden, Schulze des Gerichts Leineberg, und P. Johann Ernst Appuhn (amt. 1728–1769), Pfarrer an St. Albani und Sup. der Insp. Hedemünden II., beim Landesherrn den Neubau der Groner Pfarrkirche.36 Die alte Kirche sei „so klein und enge […], daß sie die itzige zahlreiche Geminede nicht in sich faßen kan“, sie habe keine Orgel und auch keinen Platz für eine.37 Im März 1751 wurde die alte Kirche abgebrochen und mit den Neubauarbeiten begonnen. Die Aufgaben des Bauführers übernahm der Groner P. Johann Christian Ludwig Reinbold (amt. 1730–1762). Am 20. November 1754 schließlich weihte die Gemeinde ihre neue Kirche ein; die Orgel hatte der Göttinger Orgelbaumeister Johann Wilhelm Gloger (1702–1760) erbaut, den Kanzelaltar hatte der Hannoveraner Hofbildhauer Johann Friedrich Ziesenis (1715–1787) entworfen. Den alten Flügelaltar aus der Mitte des 15. Jh. und die alte Kanzel verkaufte die Gemeinde an die Kirche in Güntersen.
Im Jahr 1896 gründete P. Ludwig von Helmolt (amt. 1877–1901) einen Posaunenchor in Grone; er richtet überdies eine Spar- und Darlehnskasse ein.38 Während der Amtszeit von P. Otto Strecker (amt. 1902–1924) weihte die KG 1912 in der Holtenser Landstraße ein Gemeindehaus ein.39
Während der NS-Zeit hatte P. Adolf August Karl Mercker (amt. 1928–1948) das Pfarramt Grone inne. Im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ gab er 1946 an, er habe kirchenpolitisch zur Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft gehört.40 1933 habe es eine „gemeinsame Beratung mit der Partei [NSDAP] über K.V.-Neuwahl“ gegeben, die schnell zu einer Einigung geführt habe. Die 1933 Gewählten sowie ein Parteimitglied, das dem KV schon länger angehörte, mussten „auf Veranlassung der Partei 1939 aus dem K.V. ausscheiden“.41 Über die Gemeindearbeit schrieb P. Mercker knapp: „Die Jugend wurde in die H.J überführt. Der Kirchenchor hielt durch, während der Posaunenchor die Instrumente ablieferte, um sie jetzt wieder zu ergreifen. Kirchl[iche] Männer- und Frauenarbeit bestand nicht. Der kirchl[iche Gemeindehelferdienst, hauptsächlich Frauen, blieb. Volksmissionswochen konnten bis Dezember 1938 durchgeführt werden.“42 Zusammenfassend hielt er über die Situation nach Kriegsende fest, die Jugend sei „nicht von ihrem Herrenbewusstsein herunter und unter das Wort gekommen, obwohl sie vor der Katastrophe ihrer Ideale und Vorbilder steht“.43
Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Gemeindeglieder von gut 2.920 im Jahr 1939 auf gut 3.780 im Jahr 1948 an.44 Gleichzeitig wuchs auch die kath. Gemeinde, die monatlich eine Messe in der ev. Kirche feierte (1950 eigene Barackenkirche, 1954 Teil der Göttinger St.-Godehard-Pfarrgemeinde, 1972 Weihe der Kirche St. Heinrich + Kunigunde, 1973 Kuratiegemeinde, 1976 Pfarrgemeinde).45 Seit 1964 bestand ein ökumenischer Gesprächskreis und zum Reformationsfest 1967 feierten ev.-luth. und kath. Gemeinde einen ersten ökumenischen Gottesdienst.46 Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche knüpfte die Petrigemeinde Kontakte zur Stiftskirchengemeinde Ebersdorf in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz).47
Seit der zweiten Hälfte der 1950er Jahre wuchs die Petrigemeinde aufgrund des Baus neuer Siedlungsgebiete weiter und zählte 1960 gut 4.620 Gemeindeglieder, 1966 etwa 7.000 bis 7.500 und 1973 rund 10.600.48 1961 richtete sie eine kirchliche Gemeindeschwesternstation ein, 1962 eröffnete sie zusammen mit Lbf. Hanns Lilje (amt. 1947–1971) das „Haus der offenen Tür“. Zu diesem Jugendzentrum gehörte auch ein Wohnheim mit 54 Studentenzimmern (2009 verkauft).49 Seit 1961 erschien der Gemeindebrief „Die Brücke“. Zur Visitation 1966 legte die Gemeinde unter dem Titel „Wir leben heute und hier. Zwischen Tradition und Experiment“ einen ausführlichen Bericht zu Konzeption und Inhalt ihrer Gemeindearbeit vor. Der Sup. des KK Göttingen-Stadt zog ein positives Fazit: „Es geht munter zu und es wird viel getan, und doch ist alles frei von Betriebsmacherei.“50
Seit Anfang der 1960er Jahre hatte sich unter den Hauptamtlichen der Gemeinde schrittweise eine Arbeit im Team etabliert; der Impuls dazu ging von Diakon Ulrich Krause (amt. 1950–1993) aus.51 Nachdem die erste Pfarrstelle 1967 mit dem Amt des Sup. des KK Göttingen-Nord verbunden worden war und das Landeskirchenamt 1965 und 1969 zwei weitere Pfarrstellen für Grone eingerichtet hatte52, umfasste das Gruppenpfarramt einen Superintendenten, zwei Pastoren, zwei Diakone, eine Gemeindehelferin und eine Gemeindeschwester. Oberstes Ziel der gemeinsamen Arbeit war „Kontakt auf breitester Ebene“ zu schaffen.53 Das Team bemühte sich, die Privilegierung des Superintendenten und der Pfarrer abzuschaffen, diese verzichteten etwa auf ihre Mitgliedschaft im KV. „Stattdessen wählt das Team aus seiner Mitte einen Vertreter als stimmberechtigtes Mitglied in den Kirchenvorstand.“54 Trotz der drei Pfarrstellen war die Gemeinde nicht in Pfarrbezirke aufgeteilt, vielmehr bestanden Dienstwochen und Aufgabenschwerpunkte nach „Interesse, Ausbildung und Begabung“. Für die einzelnen Arbeitsgebiete galt es jeweils „einen beratenden Trägerkreis aus ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern“ zu schaffen. Der Bericht zur Visitation 1973 hob hervor, das in der Gemeinde „überdurchschnittlich viele ehrenamtliche Kräfte tätig“ seien.55
Im Mai 1975 eröffnete die Gemeinde neben dem Haus der offenen Tür ein „Zentrum für ältere Menschen“ mit Pflegestation und Begegnungsstätte (bis 2009 in Trägerschaft des 1969 gegründeten Vereins „Diakonisches Werk St. Petri Göttingen-Grone e. V.“, nach dessen Auflösung dem „Ev. Stift Alt- und Neu Bethlehem“ übertragen). In der Deisterstraße legte die Gemeinde 1976 den Grundstein für das Gemeindezentrum-Süd, das sie im September 1977 als „Jona-Haus“ einweihte. Aus dem Gemeindebezirk Süd jenseits der Kassler Landstraße ging zum 1. Januar 1979 die neue „Ev.-luth. Jona-KG Göttingen-Grone“ hervor.56 Von ihrer Muttergemeinde übernahm die neue KG eine Pfarrstelle. Die Zahl der Gemeindeglieder in der verkleinerten St.-Petri-KG lag 1980 bei etwa 6.600, 1990 bei rund 6.000.57
Ab 2008 war die Gemeinde Trägerin des Eltern-Kind-Zentrums Petrihaus. 2013 gehörte die Petrigemeinde zu den Mitgründerinnen des „Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Göttingen-West“, der die Trägerschaft des Petrihauses übernahm (2026 erweitert und umbenannt in „Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Göttingen-Münden“).58 Zur gemeinsamen Erfüllung kirchengemeindlicher Aufgaben gründete die Gemeinde 2023 zusammen mit den KG Bethlehem, Elliehausen, Hetjershausen, Holtensen, Jona und Weststadt den „Ev.-luth. KGVGöttingen-West“.59
Zum 1. Januar 2024 schloss sich die St.-Petri-KG Grone wieder mit ihrer Tochtergemeinde Jona zusammen; gemeinsam gründeten beide die „Ev.-luth. KG Grone“.60
Pfarrstellen
I: vorref. – II: 1965–1979 (übergegangen auf die neue Jona-KG).61 1979 neu errichtet aus II. – III: 1969–1979 (umgewandelt in II).62
Umfang
Nördlicher Teil der Ortschaft Grone. Bis 1979 ganz Grone (dann südlicher Teil jenseits der Kasseler Landstraße zur neuen Jona-KG).63
Aufsichtsbezirk
Archidiakonat Nörten (sedes Geismar) der Erzdiözese Mainz.64 – 1588 zur Insp. Münden. Bei Teilung der Insp. 1742 zur Insp. Hedemünden (bzw. Münden) II, Sitz der Insp. war St. Albani Göttingen, ab 1769 St. Jacobi. 1796/97 zur Insp. Göttingen I, 1924 KK Göttingen I, 1937 umbenannt in KK Göttingen-Stadt.65 1967 umgegliedert in den KK Göttingen-Nord.66 Ab 1. Januar 2001 KK Göttingen.67 Seit 1. Januar 2023 KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Göttingen.68 – Ab Juli 1967 war die erste Pfarrstelle der St.-Petri-KG Göttingen-Grone verbunden mit der Superintendentur des KK Göttingen-Nord.69 Der KK umfasste die Gemeinden Adelebsen, Barterode mit Güntersen, Elliehausen mit Esebeck, Erbsen, Gladebeck, Harste, Lenglern mit Holtensen (Göttingen), Mengershausen, Nörten mit Marienstein, Parensen, Rosdorf, Settmarshausen mit Ellershausen und Hetjershausen sowie Sieboldshausen mit Volkerode. Zum 1. Juli 1974 schlossen sich Hetjershausen und Ellershausen zur St.-Marien-KG Hetjershausen zusammen sowie Elliehausen und Esebeck zur St.-Martini-KG Elliehausen; zum 1. Januar 1975 fusionierten Sieboldshausen und Volkerode zur KG Sieboldshausen-Volkerode.70 1979 kam die neue Jona-KG Göttingen-Grone hinzu.71 2001 ging der KK Göttingen-Nord im neuen KK Göttingen auf.72
Patronat
1248 lag das Patronat bei der Familie von Burgdorf, die es an das Kloster Helmarshausen verkaufte.73 Wohl um 1544 erwarb die Familie von Helmolt die Patronatsrechte vom Kloster Helmarshausen bzw. vom hessischen Landgrafen.74 Seit der Umwandlung der ersten Pfarrstelle in eine Superintendenturpfarrstelle im Jahr 1967 ruhte das Patronatsrecht zunächst und erlosch später.75
Kirchenbau
Vierachsiger Rechteckbau mit rechteckigem Sakristeianbau im Osten, erbaut 1751–54.76 Krüppelwalmdächer über Schiff und Sakristei. Verputztes Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung (Putz gelblich, Eckquaderung und Fenstergewände grau). An den Längsseiten hohe, rundbogige Sprossenfenster, in der Westachse verkürzt, darunter Seitenportale mit jeweils einem flankierenden Kreisfenster; nach Osten zwei vermauerte Fenster; an der Sakristei kleines Rundbogenfenster nach Osten und rechteckiges Nebenportal nach Norden; die Seitenportale in der Westachse mit geschwungenen Giebeln und Inschriftenfeldern: „Selig sind die Gottes Wort hören und bewahren. Erbaut 1754. Erneuert 1847“ und „Svmmo nvmini d XX Novbr M D CC LIV Svper. Ern. Appvhn. Praetore Ivst. Christ. Iden. Pastore Christ. Lvd. Reinbold dedicavit quae Gronae est ecclesia“ (Der höchsten Gottheit ist diese Kirche in Grone am 20. November 1754 gewidmet worden. Superintendent Ernst Appuhn. Gerichtsschulze Justus Christian Iden. Pastor Christian Ludwig Iden). Im Innern flache Decke mit umlaufenden Vouten, u-förmige Emporenanlage. 1869 Renovierung. 1951 Renovierung. 1968–70 Bausicherung und Sanierung, u. a. Ostfenster vermauert, Emporen verkleinert, Bänke durch Stühle ersetzt Ostfenster vermauert. 1988/89 Außenrenovierung. 1994 Innenrenovierung. 2012 Fassadensanierung.
Fenster
Zwei figürliche Buntglasfenster (19. Jh.), Apostel Paulus und Petrus, Fenster gestiftet von den Familien Helmolt und Levin; 1969 entfernt und im städtischen Museum untergebracht.77
Turm
Mittelalterlicher, querrechteckiger Westturm, im Kern vermutlich 13./14. Jh. Verschieferte welsche Haube mit achteckigem Tambour und achtseitiger, offener Laterne, bekrönt mit Kugel, Wetterfahne und Kreuz. Am Tambour flachbogige Schallfenster nach Norden, Osten und Süden sowie Uhrziffernblatt nach Westen. Im Glockengeschoss kleine Rundbogenfenster nach Norden, Süden und Westen, darunter nach Norden und Süden jeweils zwei schmale Rundbogenfenster; nach Westen spitzbogiger Portalvorbau. In der Turmhalle (Eingangshalle) Gedenkstätte alle Opfer menschlicher Gewalt (1977, Gesamtentwurf: Günter Pötter). Vor 1753 Turm aufgestockt und Schieferhaube erbaut. 1869 Westportal gebrochen (Hauptportal). 1911 neue Turmuhr (J. F. Weule, Bockenem).
Fenster
Zwei Buntglasfenster in der Turmhalle, Südfenster (1977, Entwurf Marianne Wiedemann, Göttingen) zum Gedenken an die Opfer menschlicher Gewalt, Nordfenster (2011) zur Auferstehung.
Vorgängerbauten
Mehrere Vorgängerbauten 1969 archäologisch belegt: um 800 Rechtecksaal.78 Mitte 10. Jh. Saalbau mit eingezogener Apsis. Wohl vor Mitte 11. Jh. zu dreischiffiger Kirche erweitert. 16./17. Jh. Kirchenschiff erneuert (Saalbau, Schiff 16,3 x 12,85 Meter, eingezogener und dreiseitig geschlossener Chor mit zwei Nebenräumen).79
Ausstattung
Einachsiger, konkav geschwungener Kanzelaltar mit Rocaille-Dekor (1753, Hofbildhauer Johann Friedrich Ziesenis, Hannover und wohl Tischler Georg Friedrich Bone, Hannover), weiß mit Vergoldungen; korinthische Säulen, verkröpftes Gebälk, prächtiger Giebel als Bekrönung; zwischen den Säulen Kanzelkorb, darunter Abendmahlsgemälde (Öl); seitlich niedrige Scherwände mit korbbogigen Durchgängen; vor der Kanzelwand freistehender, kastenförmiger Altar (1970); ursprünglicher Altar (Sandstein, Holzverkleidung) 1969 abgebrochen.80 – Sandsteintaufe (um 1650), rundliches Becken, achteckiger Schaft und Fuß, beschädigte Inschriften (Kapitalis): „[J]o[h]an Phili[p] Rosen[bach], Johanns Fvgen Ae[dituus], Hans Revter Senior, Christoffel Piper, Hans Hampen, Jacobs Sohn Altaristen“ und „Dvrch Chr[…] Doerkavff M Nicolavs Wae[…]. Wer glevben thvt vndt wirdt getavfft der hat das ewige Leben […] M.“; Taufe nach dem Zweiten Weltkrieg wiederentdeckt und restauriert).81 – Spätgotische Holzfigur des Apostels Petrus, 1751 zusammen mit Altar und Kanzel an die KG Güntersen verkauft, seit den 1980er Jahren als Dauerleihgabe wieder in Grone. – Ehemalige Ausstattung: Passionsaltar, 1751 an die Gemeinde Güntersen verkauft.82
Orgel
1750 keine Orgel in der alten Kirche vorhanden.83 1750–53 Orgelneubau, ausgeführt von Johann Wilhelm Gloger (Göttingen), 20 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen; Instrument aufgestellt auf der Westempore. 1817 Reparatur, Simon Frankenberg (Dingelstädt). 1837 Instandsetzung, Johann Christoph Ahlbrecht (Elliehausen) und August von Werder (Hetjershausen). 1847 Reparatur, August von Werder (Northeim). 1899 Instrument abgebaut. 1899 Orgelneubau, ausgeführt von P. Furtwängler & Hammer (Hannover), 21 II/P, pneumatische Traktur, Kegelladen (Opus 402), Prospekt der Vorgängerorgel beibehalten.84 1934 Reparatur und Änderung der Disposition, Paul Ott (Göttingen).85 1969 Orgelneubau, ausgeführt von Paul Ott (Göttingen), 17 II/P (HW, BW), mechanische Traktur, Schleifladen; Prospekt von 1750/53 beibehalten. 1999/2000 Umbau und Erweiterung, Manufacture d’Orgues Mühleisen (Strasbourg), 20 II/P (HW, BW), mechanische Traktur, Schleifladen.
Geläut
Drei LG, I: fis’ (Bronze, Gj. 1698, Johann Henrich Lüttken, Göttingen), Inschrift: „A D divini nominis gloriam et incolarum salutem promovendam campana haec sumptibus ecclesiae et totius communionis consensu M. Joh. Fridr. Weckenesens superintend Mundensis cura et studio Matthia Christophori Stussen ecclesiae huius pastoris aetat. XL Minist XV hic loci fusa est a Joh. Henr. Lutken anno Christi M D CL XXXX VIII praefecti aerarii ecclesiastici erat Bestian Tofehren paci praefectus Hans Hampen 1698“ (etwa: Zur Ehre des göttlichen Namens und um das Wohl der Einwohner zu fördern wurde diese Glocke auf Kosten der Kirche und der gesamten Gemeinde, mit Zustimmung des Magisters Johann Friedrich Weckensen, Superintendent von Münden, durch Sorgfalt und Fleiß von Matthias Christoph Stuß, Pastor dieser Kirche, 40 Jahre alt und seit 15 Jahren Pfarrer, gegossen von Johann Henrich Luttke im Jahr Christi 1698. Verwalter des kirchlichen Vermögens war Bestian Tofehren, zweiter Verwalter Hans Hampen. 1698), Glocke im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen, nach 1946 zurückgegeben. II: gis’ (Bronze, Gj. 1925, Firma Radler, Hildesheim); III: a’ (Bronze, Gj. 1588, Johannes und Dietrich Fobben, Göttingen), Inschrift (Kapitalis): „Hans vnd Diderich Fobben haben mich in Gottes Namen gegossen. 1588“, Bilder: Medaillen (Lamm Gottes); Glocke im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen, nach 1946 zurückgegeben.86 Zwei SG, I: f’’ (Bronze, Gj. um 1900, F: Otto, Hemelingen), erworben 1967; II: b’’ (Bronze, Gj. 1756, Johann Heinrich Christoph Weidemann, Hannover), Inschriften: „Soli Deo gloria“ (Allein Gott die Ehre) und „Diese Glocke ist auf Kosten der Kirche und Gemeinde gegossen worden. Ioh. Christ. Wiedemann goss mich in Hannov. Anno 1756“, Glocke im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen, nach 1946 zurückgegeben. – Früherer Bestand: Eine LG (Bronze), im Ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben.87
Weitere kirchliche Gebäude
Pfarrhaus Kirchstraße (Bj. 1882, wohl erstes massives Wohnhaus in Grone).88 – Pfarrhaus II (Bj. 1969). – Gemeindehaus (Bj. 1882). – Jugendzentrum „Haus der offenen Tür“ mit Studentenwohnheim (Bj. 1960–62). – Ehemaliges Pfarrwitwenhaus, später Küsterhaus (Bj. etwa 1815, jetzt Wohnhaus).
Friedhof
Ehemaliger kirchlicher Friedhof bei der Kirche, genutzt bis Mitte des 19. Jh. Neuer kirchlicher Friedhof nordöstlich der Kirche, angelegt 1843, seit 1903 in Trägerschaft der politischen Gemeinde, FKap (Bj. 1955, Vorgängerbau Bj. 1903.
Liste der Pastoren (bis 1940)
Vor 1529 bis etwa 1541 Johann Bruns. – 1541, 1543 Friedrich Nordeck. – 1547 Johann Wigand. – 1555 Giseler Schwanenflügel. – 1560, 1588 Joachim Berkenfeld. – 1592–1600 Heinrich Steinhofer(werter?). – 1600–1612 Georg Pflüger. – 1612–1626 Daniel Quentin. – 1627–1628 Valentin Capelle. – 1628–1669 Johann Philipp Nosenbach. – 1670–1683 Justus Miconius Winker. – 1683–1722 Matthias Christophorus Stuß. – 1723–1731 Johann Heinrich Ludwig von Helmolt. – 1730–1762 Johann Christian Ludwig Reinbold. – 1763–1800 Ludwig Eberhard Mylius. – 1800–1835 Heinrich Jacob Oppermann. – 1835–1876 Karl Philipp August Ludwig von Helmolt. – 1877–1901 Christian Hermann August Ludwig von Helmolt. – 1902–1924 Otto Karl Edmund Strecker. – 1924–1927 Adolf Heinrich Ferdinand Hans von Helmolt. – 1928–1948 Adolf August Karl Mercker.
Angaben nach: Meyer, Pastoren I, S. 351–352 und III, S. 22
Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)
A 1 Nr. 4070–4109 (Pfarroffizialsachen); A 5 Nr. 273, 291 (Spec. Landeskons); A 6 Nr. 2872–2876 (Pfarrbestallungsakten); A 9 Nr. 849
, 850
(Visitationen); B 2 G 9 Nr. 1039–1045 (Baupflege und Bauwesen); B 2 G 9 B Nr. 235 (Orgel- und Glockenwesen); E 5 Nr. 384 (Konsistorialbaumeister); E 9 Nr. 174, 2257, 2338 (AfBuK); S 04a Nr. 2893 (Bauzeichnungen, Baupläne); S 06 Nr. 242 (Handschriften); S 09 rep Nr. 1129 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 8140 (Findbuch EphA).
Kirchenbücher
Taufen: ab 1592 (Lücken: 1626–1630, 1639–1653)
Trauungen: ab 1592 (Lücken: 1626–1630, 1638–1653)
Begräbnisse: ab 1613 (Lücken: 1626–1630, 1639–1651, 1684–1693)
Kommunikanten: ab 1770
Konfirmationen: ab 1592 (Lücken: 1625–1630, 1639–1651, 1684–1693)
Literatur & Links
A: Bielefeld, Orgeln, S. 58–59 und S. 282–290; Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 169–172; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 563; Meyer, Pastoren I, S. 351–352 und III, S. 22; Mithoff, Kunstdenkmale II, S. 89–90; Rüttgerodt-Riechmann, Denkmaltopographie Göttingen, S. 109–112.
B: Groner Bilder aus vergangenen Tagen, hrsg. vom Heimatverein Grone, 3 Bde., Göttingen 1994–2008; Wir leben heute und hier. Zwischen Tradition und Experiment. Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Petri, Göttingen-Grone. Bericht zur Visitation 1966, Göttingen 1966; Heinz Behnken, Gudrun Held & Martin Ostertag: Das Gruppenpfarramt. Ein Signal des Aufbruchs?, in: Kirche in bewegten Zeiten. Proteste, Reformen und Konflikte in der hannoverschen Landeskirche nach 1968, hrsg. von Heinrich W. Grosse, Hannover 2011, S. 401–419; Hermann Danne: Die Geschichte des Dorfes Grone auf Grund seiner Straßen-, Flur- und Forstnamen. (Schriftenreihe des Niedersächsischen Heimatbundes 17). Oldenburg i.O. 1938; Adolf Gauert: Die Königspfalz Grone, in: Blatt Göttingen. Erläuterungsheft, hrsg. von Erhard Kühlhorn (= Historisch-Landeskundliche Exkursionskarte von Niedersachsen 3), Hildesheim 1972, S. 90–99; August Kage: Aus der Geschichte von Grone. Ortsteil Göttingen, Göttingen 1973; Georg Menzel, Manfred Sderra, Veronika Klinge & Gerhard Klinge: Der Weg der katholischen Pfarrgemeinde St. Heinrich + Kunigunde in chronologischer Übersicht [Chronik 1972–1997], Göttingen 1997; Ulfried Müller: Die St.-Petri-Kirche in Göttingen-Grone. Der Neubau von 1750–1754, in: Göttinger Jahrbuch 19 (1971), S. 85–102; Niels Petersen (Hg.): Die Pfalz Grone um das Jahr 1000 und der Tod Kaiser Heinrichs II. am 13. Juli 1024 in Grone, Göttingen 2024; Werner Rösener: Grone als Zentralort des Königtums im mittelalterlichen Sachsen, in: Göttinger Jahrbuch 65 (2017), S. 5–16.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche und Ausstattung; Denkmalatlas Niedersachsen: Kirche, Kirchenanlage, Pfarrhaus, Pfarrwitwenhaus; Wikipedia: St. Petri (Grone).
GND
1215853726, Sankt-Petri-Kirche (Göttingen-Grone).
Fußnoten
- Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 155, und II, S. 71.
- MGH SS 3, S. 428 [Digitalisat. Siehe auch geschichtsquellen.de/werk/4719.
- MGH DD H I 20 [Digitalisat. Vgl. auch Casemir/Ohainski, Niedersächsische Orte, S. 52. Für weitere Belege und zum Ortsnamen vgl. Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 169 ff.
- Kupsch, Gericht, S. 10.
- Vgl. zusammenfassend Rösener, S. 5 ff.; Gauert, S. 90 ff. Siehe auch EBIDAT. Zu Burggrone: Butt, Göttingen, S. 285 ff.
- Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 280. Allerdings war die städtische Position unsicher, denn sie leitete sich her „nicht aus dem Besitz der Stadt als Korporation, sondern lediglich aus dem Privatbesitz von Bürgern“ (ebd.). Vgl. auch Lubecus, Annalen, S. 106 mit Anm. 1, und S. 232.
- Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 293; Kage, S. 128 ff.
- Insgesamt: Pischke, Landesteilungen, bes. S. 45 ff., S. 75 ff. und S. 180 ff.
- Kage, S. 38 ff. und S. 131 f.; LAW, V 231, Nachrichtungsbuch von allen Pfarren im Fürstenthumb Braunschweig…, S. 54. NLA HA Hann. 74 Göttingen, Bestandsbeschreibung (Zitat).
- LkAH, L 5c, unverz., Göttingen-Grone, St. Petri, Visitation 1960.
- Rösener, S. 6.
- MGH SS 3, S. 825 [Digitalisat. Siehe auch geschichtsquellen.de/werk/4529.
- MGH Ko III 149 [Digitalisat]; Dolle, Klosterbuch I, S. 420.
- Hennecke, Kirchen, S. 202 (Regest b).
- 1245: UB Mariengarten, Nr. 3. 1256: UB Weende, Nr. 12; UB Eichsfeld Nr. 379. Ein Henricus de Grona ist auch 1263 und 1272 noch belegt (UB Göttingen I, Nr. 12 [Digitalisat; UB Mariengarten, Nr. 31).
- UB Reinhausen, Nr. 63.
- 1280: UB Fredelsloh, Nr. 51. 1308: UB Walkenried II, Nr. 846.
- UB Göttingen I, Nr. 148 [Digitalisat].
- Hennecke, Kirchen, S. 170 f. Ohne Rücksicht auf die klösterlichen Rechte hatte Johann von Grone 1323 „dat leen der capellen uppe deme huse to Borchgrona“ der Deutschordenskommende in Göttingen übertragen (UB Göttingen I, Nr. 102 [Digitalisat]), das Kloster übte das Patronatsrecht jedoch im 15. Jh. wiederholt aus. Vgl. auch Butt, Göttingen, S. 290.
- UB Göttingen I, Nr. 127 [Digitalisat].
- Butt, Göttingen, S. 305 ff.; UB Göttingen II, Nr. 325a, Zeile 193 ff. [Digitalisat].
- Schwarz, Papsturkunden, Nr. 1497.
- Lubecus, Annalen, S. 131; UB Göttingen II, Nr. 325a [Digitalisat].
- UB Fredelsloh, Nr. 196 und Nr. 202.; Prietzel, Kalande, S. 579 (Nr. 48).
- Prietzel, Kalande, S. 602 (Nr. 118).
- Prietzel, Kalande, S. 609 f. (Nr. 23) und S. 608 (Nr. 14).
- Zu Bruns: Prietzel, Kalande, S. 566 f. (Nr. 13); Volz, Reformation, S. 67.
- Hennecke, Kirchen, S. 203 f. (Regest c); Kage, S. 57 f.
- Hennecke, Kirchen, S. 203 (Regest c).
- Volz, Reformation, S. 158.
- Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 708 ff.; Butt, S. 47 ff.
- Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,1, S. 83 ff.
- Hennecke, Kirchen, S. 203 (Regest c): „damit Ihrer als der Patronen guettacht nicht Muchtte vergeßen werden, der Pastor iärlich in recognitionem Domini Vier Maltter Korenn und Vier Malter Habbern davon geben soll“.
- Hennecke, Kirchen, S. 204 (Regest c).
- Kayser, Generalvisitation Gesenius, S. 154.
- Zum Folgenden: Müller. S. 85 ff.
- Zit. bei Müller, S. 85.
- Wir leben heute und hier, S. 7.
- Wir leben heute und hier, S. 7. Zu Strecker siehe Wikipedia: Otto Strecker (Pastor).
- LkAH, S 1 H III, Nr. 412, Bl. 38. Allgemein zum Fragebogen vgl. Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
- Alle Zitate: LkAH, S 1 H III, Nr. 412, Bl. 38.
- LkAH, S 1 H III, Nr. 412, Bl. 38v.
- LkAH, S 1 H III, Nr. 412, Bl. 39v.
- LkAH, S 1 H III, Nr. 412, Bl. 38; LkAH, L 5c, unverz., Göttingen-Grone, St. Petri, Visitation 1948.
- Menzel, Sderra, Klinge & Klinge, S. 15 ff.
- LkAH, L 5c, unverz., Göttingen-Grone, St. Petri, Visitation 1966. Menzel, Sderra, Klinge & Klinge, S. 17. Die kath. Gemeinde schenkte der ev.-luth. Gemeinde drei ihrer sechs bronzenen Altarleuchter: „Die von nun an getrennt aufgestellten Leuchter sollen in jedem Gottesdienst daran erinnern, daß wir, katholische und evangelische Christen, noch getrennt sind“ (zit. ebd.).
- Wir leben heute und hier, S. 17 f. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
- LkAH, L 5c, unverz., Göttingen-Grone, St. Petri, Visitationen 1960, 1966 und 1973.
- Kage, S. 153 f.; Wir leben heute und hier, S. 10 f.
- LkAH, L 5c, unverz., Göttingen-Grone, St. Petri, Visitation 1966.
- Zum Folgenden: Behnken, Held & Ostertag, S. 406 ff.
- KABl. 1967, S. 185; KABl. 1965, S. 14; KABl. 1969, S. 157.
- Behnken, Held & Ostertag, S. 406.
- Dies und die folgenden Zitate: Behnken, Held & Ostertag, S. 407.
- LkAH, L 5c, unverz., Göttingen-Grone, St. Petri, Visitation 1973.
- KABl. 1979, S. 4.
- LkAH, L 5c, unverz., Göttingen-Grone, St. Petri, Visitationen 1980 und 1990.
- KABl. 2013, S. 49 ff.; KABl. 2025, S. 275.
- KABl. 2023, S. 127 ff.
- KABl. 2025, S. 280 f.
- KABl. 1965, S. 14; KABl. 1979, S. 4.
- KABl. 1969, S. 157; KABl. 1979, S. 4.
- KABl. 1979, S. 4.
- Bruns, Archidiakonat Nörten, S. 167.
- KABl. 1924, S. 86; KABl. 1937, S. 135.
- KABl. 1967, S. 185.
- KABl. 2000, S. 150 f.
- KABl. 2022, S. 189 ff.
- KABl. 1967, S. 185.
- KABl. 1974, S. 205 f.; KABl. 1975, S. 5.
- KABl. 1979, S. 4.
- KABl. 2000, S. 150 f.
- HStAM, Urk. 29, Nr. 16 .
- Hennecke, Kirchen, S. 203 f. (Regest c); Kage, S. 57 f.
- LKA, G 15/Göttingen, Grone, Petri Bd. I, Bl. 9a ff.
- Zum Neubau vgl. ausführlich Müller, S. 85 ff.
- Kage, S. 150.
- Gauert, S. 97 f.
- Müller, S. 86.
- Müller, Ziesenis, S 135 ff.
- DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 186 (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0018603.
- Wir leben heute und hier, S. 9.
- Müller, S. 85.
- Pape/Schloetmann, Hammer, S. 109.
- LkAH, B 2 G 9 B, Nr. 235, Bl. 1v.
- DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 123 (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0012307.
- Kage, S. 150.
- Rüttgerodt-Riechmann, Denkmaltopographie Göttingen, S. 111.